Molly Mondschein ☆☆☆☆☆ 0
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Molly Mondschein

Die unzuverlässige grandiose Geschichtenerzählerin

Sie kommt aus dem Nichts, ist plötzlich da und erzählt:
Molly Mondschein, eine reisende Lady aus Irland mit
einer Menge kurioser Gepäckstücke, ist einsam und
redselig. Obwohl sie gleich zu Anfang schon vergessen
hat, was sie eigentlich sagen wollte, redet sie sich in
Windeseile in Fahrt, vertrauensselig und ziellos, fröhlich
und charmant vergesslich. Das junge Publikum wird
ohne Hemmungen mit einbezogen in ihre Suche nach
dem Grund ihrer Ansprache. Aus Taschen und Koffern
zieht Molly neben Zetteln und Telefonen und vielerlei
Krimskrams auch die dazugehörigen Geschichten
hervor und ob die alle wahr oder erfunden sind,
verliert dabei mehr und mehr an Bedeutung.
Die Rose, die Molly gleich dreimal findet, fördert
schließlich mit ihrem Duft die Erinnerung an Menschen
zutage, die Molly geliebt hat. Diese sind zwar gestorben,
doch nicht tot, solange man an sie denkt und von
ihnen spricht. Davon jedenfalls ist Molly überzeugt…
Ein ebenso unterhaltsamer wie berührender Text über
die Kraft der Erinnerung, die Halt gibt gegen Traurigkeit,
Angst und Einsamkeit, über die Macht der Phantasie
und den Zauber des Erzählens.

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