Bergkristall

Zwei Kinder allein am Berg. Auf dem Rückweg von
ihren Großeltern zurück ins heimische Bergdorf sind
Sanna und Konrad auf der schon oft begangenen
Passhöhe in einen Schneesturm ungeheuren Ausmaßes
geraten. Die Bäume, die Felsen, der Weg entschwinden
im Schnee, die Kinder verlieren die Orientierung. Es
beginnt ein Alptraum, der die Geschwister im wahrsten
Sinne des Wortes an ihre körperlichen und seelischen
Grenzen führt, sie drohen mit dem unendlichen Weiß
des Berggletschers zu verschmelzen.
Ihre Rettung am nächsten Morgen aber ist doppelt
wundersam: Sie öffnet die Herzen der Menschen in
ihrem Dorf und scheint deren Vorurteile gegenüber
den Fremden aus dem Nachbartal zu überwinden.
„Bergkristall“ wurde von Adalbert Stifter in seiner Linzer
Zeit fertig gestellt und ist nicht erst seit mehreren Verfilmungen
eine seiner bekanntesten Erzählungen.
Christian Schönfelder untersucht den Stoff jetzt für
die Bühne. In den Mittelpunkt rücken das innere
Drama der Kinder und die Folgen für das Bergdorf.
Die Gletscher-Kulisse ist nur der Rahmen für eine
Nacht, die niemand im Dorf je wieder vergessen wird.