Naturparkhaus Hinterriß ☆☆☆☆☆ 0
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Naturparkhaus Hinterriß

Das etwas andere Museum im Tal der Bergahorne

Naturpark Karwendel

Das Museum im Detail
Das Museum im modernen Gebäude präsentiert sich mit seinen Themen als stiller Beobachter. Auf kompaktem Raum eröffnet sich dem Besucher ein ungemein großes Spektrum an spannenden Geschichten und seltenen Einblicken. Das Naturparkhaus Hinterriß setzt Schwerpunkte: zur Natur und Geschichte, zur Jagd und den Menschen des Karwendels.

 
 
 
Schweift man an den Wänden entlang, erfährt man vom frühen Alpinismus und dem Karwendel-Erschließer Hermann von Barth, entdeckt Fossilien und alte Karten, hört die Lieder des Karwendels, melancholische Geigenklänge und das Kreischen der Fransenfledermaus. Die Postkarten, die gleich am Beginn das Auge streicheln, erinnern an die Zeit, in der das Wirtschaftswunder auf Urlaub ins Gebirge kam. Alte Karten und Illustrationen aus dem 16. und 17. Jahrhundert zeigen Kaiser Maximilian I. auf seinen Abenteuern im Karwendel. Die Jagd, die in diesem Gebiet eine jahrhundertealte Tradition hat und Fürsten und Könige in die Region lockte, ist auf zahlreichen alten Fotos dokumentiert. So gingen die Rothschilds aus Paris hier ebenso auf die Pirsch wie die Prinzessin von Réthy oder die Herzoge von Sachsen-Coburg und Gotha. Der Besucher erfährt Geschichten aus längst vergangener Zeit, als das Holz mühsam über die Joche gezogen, unter höchsten Gefahren durch die Schluchten talwärts getriftet wurde und dort die riesigen Sudpfannen der Saline in Hall befeuerte oder die vielen Salzstollen stützte.

 
 
 
Auf versteckten und zum Entdecken einladenden Schauwänden findet man Wissenswertes rund um den Arten- und Wasserreichtum des Karwendels: über den vom Aussterben bedrohten Flussuferläufer beispielsweise, der an den Uferbänken des Rissbaches und der Isar – zwei der letzten Wildflüsse Europas – nistet, über die Schnarrschrecke, die hier eines ihrer letzten Vorkommen besitzt, oder aber über die Hundertschaften von Schmetterlingen, von denen allein 700 das Risstal bevölkern. In die Wand eingelassen stößt man auf eine grün schimmernde Höhle, in der eine Sitzbank zum Verweilen einlädt. Der Borkenkäfer kommt als Hauptdarsteller ganz groß raus. Mit seinem winzigen Körper wird er in einem überdimensionalen Schaukasten auf einer Stecknadel in die Höhe gehoben. Eine schwarze Box mit Scheinwerfern und der kleine Käfer erinnert an Theaterstücke mit der Putzfrau im Vordergrund.

 
 
 
Eine Stimme erzählt Märchen und Sagen aus dem Karwendel: von der Frau Hitt, dem Riesen Haymon oder den Geistern in der Kranebitter Klamm.

 

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